Maya and Aztec

Ancient Mesoamerican civilizations






Der Militärstaat entsteht Acamapichtli 1375-1395

Category: Alt-Mexico und seine Kunst

Der Aufschwung dieses kleinen Volkes vollzog sich mit der Wahl einer militärischen Persönlichkeit. Acama­pichtli, nach der einen Quelle ein toltekischer Adliger aus Colhuacän, nach anderen Überlieferungen ein geflohener Häuptling aus Cuauhtitlan, reorganisierte den Stamm und bildete regelrechte Heere aus, die sich als Söldner für die Stadt Azcapotzalco mit den anderen rivalisierenden Stadtstaaten schlugen. Diese kriege­rischen Hilfeleistungen hatten für die Azteken einerseits den Vorteil, von der mächtigsten Stadt am Texcoco-See gerne gesehen oder zumindest geduldet zu werden, und andererseits war der Söldnerdienst eine willkommene Bereicherung, da die Insel für die landwirtschaftlichen Bedürfnisse des Stammes viel zu klein war.

Noch unter den beiden folgenden aztekischen Herrschern kämpften die Azteken für Azcapotzalco. Erst als Tezozomoc, der König dieses Stadtstaates, starb, kam es zwischen seinen beiden Söhnen zu einem Bruderkrieg. Eine politische Situation, bei der die Azteken durch Intrigen wesentlich nachgeholfen haben sollen. Maxtla, einer der Söhne von Tezozomoc, ließ darauf den aztekischen Herrscher Chimalpoca ermorden. Der Krieg zwischen den ehe­maligen Söldnern und ihren alten Herren war die Folge. Netzahualcoyotl, der „fastende Coyote“, König der Stadt Texcoco, den sein Widersacher Tezozomoc ins Exil geschickt hatte, kehrte zurück und übernahm wieder die Herrschaft über sein Hoheitsgebiet.

Bereitwillig bot er den Azteken Rückendeckung. Azcapotzalco wurde zerstört, und der Stamm der Tepaneken verlor die Vorherrschaft im Hochtal. Lediglich Tlacopan, eine andere Tepanekenstadt, in der Nähe von Azcapotzalco, blieb unbehelligt. Aus strategischen Gründen nahm man sie nach dem Sieg der Azteken mit in den Dreibund auf, der von nun an im Hochtal tonangebend werden sollte. Mit der Allianz – Texcoco am Ostufer, Tenochtitlan in der Mitte des Sees und Tlacopan am westlichen Ufer – war gleichsam ein Gürtel entstanden, der das gesamte fruchtbare Gebiet umfaßte. (Siehe Karte „Das Tal von Mexiko zur Zeit Moctezumas II.“ auf der folgenden Seite.)


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