Maya and Aztec

Ancient Mesoamerican civilizations






Geschichtlicher und landschaftlicher Hintergrund

Category: Alt-Mexico und seine Kunst

„Wir vertrauten unserm guten Stern und steuerten gegen Sonnenuntergang. Wir wußten nichts über die Tiefe der Gewässer, nichts über die Strömungen, noch über die Winde, die in diesen Breitengraden vorherrschen, so daß wir alle unser Leben riskierten, als ein Sturm für zwei Tage und Nächte über uns hereinbrach und uns durch peitschte, daß wir beinahe verloren gewesen wären.“

1  Kolossalkopf aus La Venta. La Venta-Kultur. Etwa 500 v. d. Z. - 200 n. d. Z. Höhe: 260 cm. Parkmuseum Villa Hermosa, Tabasco.  2  Etwa zwölfjähriger Maya-Indianer aus Uxmal (Yucatan). Augen- und Mundpartien haben eine auffallende Ähnlichkeit mit den 2000 Jahre früher entstandenen Kolossal köpfen der La Venta-Kultur.

1 Kolossalkopf aus La Venta. La Venta-Kultur. Etwa 500 v. d. Z. - 200 n. d. Z. Höhe: 260 cm. Parkmuseum Villa Hermosa, Tabasco. 2 Etwa zwölfjähriger Maya-Indianer aus Uxmal (Yucatan). Augen- und Mundpartien haben eine auffallende Ähnlichkeit mit den 2000 Jahre früher entstandenen Kolossal köpfen der La Venta-Kultur.

So erinnerte sich der Soldat Bernal Diaz del Castillo, als er am Ende seines reichen Lebens, erbost über die unwahren und vorwitzigen Schreibereien der Höflinge, „die wahrhaftige Geschichte der Eroberung von Mexi­ko“ niederschrieb.

Mexiko rückt ins Blickfeld Europas

Im Februar 1517 brachen 3 Caravellen, besetzt mit 150 Mann, von Cuba auf, um weiteres Land in Besitz zu nehmen von der „spanischen“ Hälfte der Welt. Ein Borgia-Papst teilte die neuentdeckten und noch zu entdecken­den Länder großzügig auf zwischen Spaniern und Portugiesen. Durch diese Expedition der Spanier rückte Mexiko in das Gesichtsfeld Europas. Doch das erste Unternehmen, auf der Halbinsel Yucatan oder im Golf von Mexiko eine Niederlassung zu gründen, scheiterte am Widerstand der Maya-Indianer. Unter Einbuße vieler Menschenleben, ohne einen einzigen unverletzten Mann an Bord, kehrte Cordoba, der Leiter dieses Unter­nehmens von 1517, nach Cuba zurück. Cordoba und viele andere, deren Namen die Geschichte uns nicht überlieferte, erlagen später in Cuba ihren Verletzungen. Doch der Tod der Abenteuerer konnte den Glanz der mitgebrachten wenigen Beutestücke nicht überschatten. Die Erzählungen von den prächtigen Städten und den reichgekleideten Fürsten, die man jenseits des Meeres erblickt hatte, ließen die Berichte über die blutigen Kämpfe vergessen. Bereits 14 Monate später verläßt eine zweite Expedition Cuba, diesmal unter der Führung Grijalvas. Dieser vorsichtige Mann hatte ständig die Niederlage seiner Vorgänger vor Augen und kehrte, ohne einen Vorstoß ins Innere des Landes zu riskieren, wieder zurück. Die Berichte vom Reichtum des geschauten Landes ließen die Spanier nicht ruhen. Hier lag offensichtlich eine andere und reichere Welt vor ihnen als die der west­indischen Inseln.

Der Wettlauf um die Eroberung

Hernan Cortes, der wie alle Spanier dieser Zeit von den Märchenschätzen der „Neuen Welt“ träumte, gelang es, seine Rivalen zu überlisten und den Wettlauf um die Eroberung dieses begehrten Landes zu gewinnen. Am 22. April 1519 landete die von ihm ausgerüstete kleine Flotte in der Nähe der heutigen Stadt Vera Cruz. Um die Wankelmütigen an einer vorzeitigen Rückkehr zu hindern, ließ der „Privatunternehmer“ kurzerhand die Schiffe, mit denen sie kamen, verbrennen. Vor dem kleinen, etwa 400 Mann starken Heer lag ein Land, das zehnmal größer als ihre Heimat war, und zum ersten Mal seit der Entdeckung Amerikas standen die Europäer einem durchorganisierten Staatswesen mit einer schlagkräftigen Militärmacht gegenüber. (Der Staat der Inka in Südamerika ist erst im Jahre 1532 erobert worden.) Wäre der Truppe von Cortes ein ähnlicher Empfang bereitet worden wie den beiden vorhergegangenen Expeditionen von Seiten der Maya-Indianer, vielleicht hätte die Geschichte einen anderen und für die Einwohner dieser Länder günstigeren Verlauf genommen. Daß man die zahlreichen und vorzüglich geschulten Streitkräfte der Mexikaner nicht rechtzeitig einsetzte, lag haupt­sächlich an einer alten, religösen Überlieferung, nach der die toltekische Gottheit ,,Quetzalcoatl“ sich ent­täuscht von ihrem Volk abwandte und von ihrem göttlichen Widersacher „Tetzcatlipoca“ über das Meer gegen Sonnenaufgang vertrieben wurde. Das Versprechen seiner rächenden Wiederkehr ließ Quetzalcoatl zurück. Über Jahrhunderte war es tief im indianischen Denken eingewurzelt. Als Cortes mit seiner Horde von Aben­teurern justament im Jahre „ce acatl“ (1 Rohr) und von Sonnenaufgang her kam, wie es die Priester prophe­zeit hatten: weißhäutig, bärtig, mit glänzenden Rüstungen, wiehernden Pferden und den lärmenden, feuer­speienden Rohren, schien die Weissagung, die durch eine Reihe seltsamer Geschehnisse bereits angekündigt war, wirklich eingetroffen. Hohe aztekische Würdenträger kamen den „weißen Göttern“ entgegen und flehten sie an, das Land wieder zu verlassen. Kostbare Geschenke sollten der Bitte Nachdruck verleihen. Für die Spanier aber waren die goldenen Dinge die Bestätigung, daß das Land ihrer Träume vor ihnen lag. Anstatt sie zur Umkehrzu bewegen, bewirkten die Geschenke das Gegenteil. Sie bekräftigten den Entschluß zum weiteren Vorstoß in das Herz dieses Landes, den Marsch nach Tenochtitlan, der aztekischen Hauptstadt. Der intelligente Cortes, der bereits seine Landsleute überlistete, spielte die Verwechslungstragödie Cortes – Quetzalcoatl noch lange und nützte die Blindheit der Einwohner Mexikos, die ihm vertrauten, rücksichtslos aus. Durch die unge­heure Götterfurcht waren selbst die mächtigsten Hände gelähmt, die sich gegen die Eindringlinge anfangs noch erfolgreich hätten erheben können.


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