Maya and Aztec

Ancient Mesoamerican civilizations






Axayacatl 1469-1486

Category: Alt-Mexico und seine Kunst

Was sich bereits unter der Herrschaft von Itzcoatl angebahnt hatte, der seine tapfersten Krieger mit eroberten Ländereien belehnte, vollzog sich unter der Regierung Moctezumas I. Die ursprüngliche Agrarordnung der Gentes wird durchbrochen, und eine neue Klasse, der Kriegeradel, bildet sich heraus. Als 1469 der „zornige Herr“ starb, wird zu seinem Nachfolger das „Wassergesicht“ (Axayacatl) gewählt. Unter allen aztekischen Herrschern war er der stürmischste. Es scheint fast, als habe er seinen frühen Tod – er starb an den Folgen einer Kriegsverletzung im Alter von 30 Jahren – bereits vorausgeahnt. Axayacatl gelang es, den Dorn im Auge des aztekischen Reiches herauszuziehen, nämlich die unabhängige Nachbarstadt Tlatelolco untertänig zu machen. 1473 übernahmen aztekische Adelige die leitenden Ämter dieser Stadt (Tlatelolco hatte fast die gleiche Größe wie Tenochtitlan.

Der Markt von Tlatelolco war noch bis zi Eroberung der größte im ganzen Land. Ausführlich beschrieb ihn in seinem ersten Bericht Hernan Cortes. De Anlaß zu den Feindseligkeiten der beiden Nachbarn soll sehr geringfügig gewesen sein. Beim Bau eines Tempe für Huitzilopochtli wetteiferten beide Städte um die Gunst dieser Gottheit. Die Frauen von Tlatelolco ließen si bei diesem Wettbewerb zu einer höchst ungewöhnlichen Handlung hinreißen. Sie präsentierten den Leuten v< Tenochtitlan ihr nacktes Hinterteil. Das war der Grund für den Krieg. (Tezozomoc XLI-XLII.)). Während seiner zwölfjährigen Regierungszeit war „das Wassergesicht“ hauptsächlich damit beschäftigt, die Aufstände an der Golfküste und in der südlichen Huaxteca niederzuschlagen und die Abtrünnigen ihren Verpflichtungen den Siegern gegenüber wieder zuzuführen. Sein Versuch, im Nordwesten Eroberungen zu tätigen, scheiterte an der Einigkeit dertara- skischen Stämme, die sich erst kurze Zeit vorher zusammengeschlossen hatten. Erstmalig stießen die Azteken da­mit auf eine geeinte, größere Völkerschaft und wurden schmählich in die Flucht geschlagen. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte sollte es keinem der aztekischen Herrscher gelingen, dieses Reich, oder auch nurTeile da­von, zu erobern. Durch die Tarasken war im Nordwesten der Expansion eine unverrückbare Grenze gesetzt


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